Diese verschiedenen Ausführungen wurden gebaut:

  • S51 N (N für Normal, im Volksmund auch oft für Nichts verwendet) – diese Ausführung hatte eine minimale elektrische Ausstattung ohne Akku, Zündschloss, Standlicht und Blinker. Die Hupe wurde über vier Monozellen mit Strom versorgt. Dieses Modell sowie die S51E/4 hatten auch nicht, wie alle anderen Modelle, einen Kombischalter am Lenker, sondern die Armaturen des S50. Die Hinterradführung erfolgt bei diesem Modell über Reibungsdämpfer. Außerdem wurde sie fast ausschließlich in Olympiablau oder Brillantblau lackiert. Dieses Modell wurde bis 1987 gebaut.
  • S51 B (B für Blinker, im Volksmund oft: Besser) – Dieses Modell besaß Blinker, hydraulische Hinterraddämpfer, Zündschloss, einen Bleiakkumulator und wurde in drei verschiedenen Varianten gebaut:
    • S51 B1-3 – 3-Gang-Getriebe, 25-W-Scheinwerfer, Unterbrecherzündung. Diese Variante wurde nur bis 1988 gebaut.
    • S51 B1-4 – 4-Gang-Getriebe, 25-W-Scheinwerfer, Unterbrecherzündung. Ab 1989 nannte sich dieses Modell S51/1B.
    • S51 B2-4 – 4-Gang-Getriebe, 35-W-Scheinwerfer, Elektronikzündung. Im Gegensatz zu den anderen B-Modellen war dieses Modell von Anfang an auch im Farbton „Billardgrün“ erhältlich und am „S51-Electronic“ Schriftzug auf den Seitendeckeln zu erkennen. Zusätzlich gab es bei dieser Ausführung ein im Durchmesser vergrößertes, bis 100 km/h reichendes Tachometer mit Blinkkontrollleuchte. In dieser Version kostete das Moped 1995 Mark der DDR. Später kamen Plasthandhebel, ein zweiter Spiegel und Faltenbälge hinzu. Dadurch änderte sich die Bezeichnung zum S51 B2-4/1. Ab 1989 hieß es schließlich S51/1C1.

Die Elektronikzündung war für die damalige Zeit bei einem Moped äußerst fortschrittlich, jedoch auch für das häufige Versagen des Steuerteils berüchtigt. Dieses vergossene Bauteil ist nicht reparabel und musste im Falle eines Defekts durch ein neues Teil ersetzt werden, welches mit 200,- Mark ca. ein Zehntel des Preises für das gesamte Moped kostete. Abgesehen von dieser Problematik, gilt die Elektronikzündung als zuverlässig und ist im Gegensatz zur Unterbrecherzündung völlig wartungsfrei.

  • S51 E (E für Enduro) – Die S51E erschien 1982. Besondere Merkmale waren der hochgezogene Auspuff mit verändertem Seitendeckel auf der rechten Seite – wegen des hochgelegten Auspuffs, der hohe Lenker, der größere Tachometer, gekürzte Schutzbleche, die verstellbaren Hinterraddämpfer, Stahlfelgen, aufgepolsterte Sitzbank, veränderter Gepäckträger und Fußbremshebel, klappbarer Kickstarter, ein zweiter 120-mm-Rückspiegel, die grobere Bereifung und standardmäßig Faltenbälge an der Telegabel. Die Blinker wurden jetzt oberhalb des Rücklichts befestigt. Ein zusätzliches Merkmal der Enduro waren die zusätzlichen Rahmenverstrebungen vom Lenkkopf zu den Fahrerfußrasten, die sogenannten Unterzugstreben. Alle Endurovarianten wurden mit dem Viergang-Motor und elektronischer Zündung ausgestattet, ausgenommen S51 E/4 mit Unterbrecherzündung. Die Enduro mit Elektronikzündung kostete 2390 Mark.
    • S51 E II – Dieses Modell konnte ab 1987 geordert werden. Veränderungen waren hier der hochgezogene Kunststoffkotflügel, welcher einer oberen Klemmbrücke bedurfte, Seitenständer und die neben den Frontscheinwerfer verlegte Hupe. Außerdem gab es dieses Modell auch mit nur einem Spiegel. 1989 wurde auch hier die Bezeichnung geändert. Ab diesem Zeitpunkt hieß dieses Modell S51/1E.
    • S51 E/4 – Simson reichte 1984 dieses Modell nach. Es besaß die Minimalelektrik des N-Modells, 25-W-Scheinwerfer, Unterbrecherzündung und verfügte nicht, wie die anderen Endurovarianten, über die verstellbare Hinterradfederung. Es hatte Stahlfelgen und einen Seitengepäckträger.
    • S51 C (C für Comfort) – Das S51 C wurde ab Januar 1983 gebaut und entsprach weitestgehend der S51B 2-4. Unterschiede waren Drehzahlmesser mit Fernlichtkontrolleuchte, Seitenständer, Lackierung der Kotflügel in Tank- oder Seitendeckelfarbe, Faltenbälge an der Telegabel, schwarz lackierte Motoren, aufgepolsterte Sitzbänke, die aus den Enduromodellen bekannte verstellbare Hinterradfederung, klappbarer Kickstarter, ein zweiter 120-mm-Rückspiegel, neues Reifenprofil und der höhere Preis. Ab 1989 hieß dieses Modell schließlich S51/1C.

Ab 1989 wurden die Modelle auf 12-Volt-Bordspannung umgestellt und bekamen die „Elektronische Lade- und Blinkanlage“ ELBA. Zusätzlich bekamen alle Modelle, bis auf S51/1B, einen Halogenscheinwerfer. Die modernere K36-Bereifung hielt Einzug. Das Bremslicht wurde auch beim Betätigen der Vorderradbremse eingeschaltet, der Kontakt für die Hinterradbremse wurde anstatt am Hinterradbremsschild nun am Fußbremshebel montiert. Durch eine Änderung des Aufklebers am Seitendeckel mit der Aufschrift „12 Volt“ sind diese Fahrzeuge leicht erkennbar. Die Modellbezeichnungen änderten sich außerdem. In der Original-Literatur wird diese Modellpflege als neue Baureihe S51/1 gehandhabt.

Kenngröße Simson S51 N Simson S51 B1-3 Simson S51 B1-4 Simson S51 B2-4 Simson S51 E Simson S51 C
Motor Zweitakt-Ottomotor
Zylinder 1
Hubraum 49,8 cm³ (Kolbendurchmesser 38 mm, Hub 44 mm)
Drehmoment 5,0 Nm bei 4800/min
Leistung 2,7 kW (3,7 PS) bei 5500/min
Höchstgeschwindigkeit 60 km/h
Getriebegänge 3, Fußschaltung 4, Fußschaltung
Kraftstoff Zweitaktgemisch 1:50
Verbrauch je 100 km 2,5 l
Tankinhalt ca. 8,7 l (davon ca. 1 l Reserve)
Leergewicht 78,5 kg
zulässiges Gesamtgewicht 260 kg
Sitzplätze 2
Stückzahl gebaut 103.000 242.300 360.600 305.100 160.000 31.000
Bauzeit 1980–1988 1980–1988 1980–1989 1980–1989 1982–1988 1983–1989
Sonstiges ohne Zündschloss und Blinkanlage mit Zündschloss und Blinkanlage mit Zündschloss und Blinkanlage, stärkere Lichtmaschine, Elektronikzündung Endurofahrwerk mit verstärktem Rahmen, Elektronikzündung, Hochlenker, hochgelegter Auspuff mit Hitzeschutz, Stollenreifen (Profil K32), Stahlfelgen, rechts verlängerte Fußraste Endurofahrwerk, Elektronikzündung, Drehzahlmesser, Bremslichtkontakt auch an der Vorderbremse, Kontrolllampe für Aufblendlicht, neu entwickelte Reifen (Profil K35), Spiegel rechts und Seitenständer

Quelle: Wikipedia